Schokoriegel als dreidimensionale Marke?

Veröffentlicht am 30. Dezember 2004 von Arne Trautmann | Markenrecht | 2 Kommentare

Von einer – auch für Deutschland – interessanten Entscheidung des britischen Markenamtes berichtet das Markenbussiness.

Mars U.K. Ltd. hatte für die Form seines Bounty-Schokoladenriegels Markenschutz beantragt und liegt insofern durchaus im Trend, der ja den „exotischen“ Markenformen immer mehr Bedeutung zukommen lässt. Das Amt wies den Antrag zurück, und dies mit einer Reihe von m.E. einleuchtenden Gründen. Der treffendste Punkt dürfte dabei sein, dass die Schokoriegel nun einmal nicht „nackt“, sondern eingepackt verkauft werden und der Konsument so beim Kaufvorgang ihre Form überhaupt nicht wahrnimmt. Die Form des Riegels ist für den Endkunden daher kein Kriterium, nach dem er die Produkte verschiedener Hersteller voneinander unterscheidet. Ein „nackter“ Riegel ist auch auf den Bounty-Packungen nicht abgebildet.

Eine Schokolade ist mir persönlich allerdings bekannt, die sehr wohl ihre Form auf der Packung abbildet und bei der ich als Konsument gestehen muss, dass gerade diese Form mir zumindest als Unterscheidungsmerkmal taugt: Kinderschokolade mit den fünf Milchkammern. Es bleibt abzuwarten, ob vielleicht Ferrero einen ähnlichen Anlauf wie Mars unternimmt, andere Schokoladenhersteller sind ja bis jetzt immer gescheitert.